Von der Serviette zum Tamaro
1. Eigentlich wollten wir zur Schokofabrik,
doch hielt uns das schöne Wetter zurück.

2.Dann hatte Arthur die Idee
Wie wir schauen die Gipfel mit Schnee.

3. Auf die Frühstückserviette wurd der Plan geritzt,
wir waren vom Lachen schon durchgeschwitzt.
4. Vom Lema zum Tamaro und andersherum
Wollten wir wandern. Das war nicht dumm.

5. Bis zur Mitte des Kamms sind wir gegangen,
hier haben wir den Autoschlüssel empfangen.

6. Das war ein fröhliches Wiedersehn,
dort auf den Gipfeln, wunderschön.

7. Am Ziel stand für uns nun ein Auto bereit,
das konnten wir fahren, zurück zu den Leut.
8. Bisher klappte alles wunderbar,
obendrein man ständig die Alpen sah.

9. Wir haben gelacht, gepfiffen, gesungen,
sind fröhlich über den Kamm gesprungen.
10. Hier und dort eine Pause gemacht,
die Aussicht bewundert, welch eine Pracht!
11. Die klare, reine Bergluft genossen,
und dabei viele Fotos geschossen.

12. Dort war das Ziel, man konnt es sehn,
hier wollten wir ins Bähnli gehen.
13. Dann gab’s für uns den grossen Schreck,
die letzte Bahn, die war schon weg.

14. Was können wir nun noch probieren,
wir müssen schnellstens telefonieren.
15. Wir liefen hin,wir liefen her.
Kein Mensch auf diesem Berge mehr?

16. Und plötzlich öffnet sich die Tür,
ein Kellner fragt, wohin wollt Ihr?
17. Und nach ein paar Minuten schon,
zeigt er das rettende Telefon.
18. Dann hat sich jemand bereiterklärt,
mit dem Auto zu kommen, das war nicht verkehrt.
19. Von 1500 Metern mit dem Jeep gekommen,
das ist eine Fahrt nur für die Frommen.
20. Wer bei solch einer Fahrt nicht beten kann,
kommt gewiss nicht unten an.
21. Nun schnell in unser Auto hinein,
wir wollten heute noch im Paladina sein.
22. Dort hat es ein grosses Gelächter gegeben.
Nur gut wir waren alle noch am Leben.
23. Ihr müsst im Paladina buchen,
von hier kann man das Abenteuer suchen.
Gabriele Beier (Photografie)
Anette Fleischman (Poesie)
Artur und Ruth Tiri (Serviettenentwurf und Initiator)